Unter den Erwartungen - aber kein Fehlstart
TV Petterweil mit dem 26:26-Remis beim TV Nieder-Olm zufrieden - Neuzugang Andreas Rastner und Shimonjenko ganz stark
Zwar hatten die TVP-Coaches Gebhard Fink und Thomas Jäth zur Saison-Ouvertüre ein ziemlich deutliches Postulat ans Team ausgegeben, nämlich zwei Punkte in der Fremde, doch ganz so optimal lief es für den heimischen Regionalligisten beim TV Nieder-Olm denn doch nicht: In der Mainzer Kante sprang für den TV Petterweil zu ungewohnter Stunde, am gestrigen Sonntagmorgen ab 11 Uhr, aber immerhin ein 26:26 (10:13)-Remis heraus, mit dem die Mannen im gelb-schwarzen Dress auch ganz gut leben können. Von einem missratenen Meisterschafts-Auftakt brauchte hinterher im Petterweiler Lager jedenfalls niemand zu sprechen. Nur der Ex-Wallau-Massenheimer Kreisläufer Andreas Rastner, mit neun Treffern gestern Vormittag erfolgreichster Petterweiler Torschütze, gab sich - ganz Profi - nicht zufrieden: »Mist, wir haben einen Punkt verschenkt«. TVP Team-Chef Reinhard Kreft nahms gelassen: »Die Abwehr mit dem überragenden Martin Malik zwischen den Pfosten stand sehr sicher, nur vorne klappte es in Sachen Chancenverwertung noch nicht wie gewünscht. Das Unentschieden geht unterm Strich durchaus in Ordnung«.
Neben Rastner ganz stark im Petterweiler Team: Andrej Shimonjenko, der im linken Rückraum jede Menge Akzente setzte und in der Schlussphase den Wetterauer Gästen durch seine Goals zum 25:25-Ausgleich und zum 26:26-Endstand einen Punkt rettete. Vorher - insbesondere kurz vor und kurz nach der Pause - sah es für die Petterweiler Cracks vor rund 350 Zuschauern, darunter auch eine lautstarke Kolonie aus dem Karbener Stadtteil, freilich gar nicht gut aus: Ohne Jens Ruppert (beruflich verhindert), Alexander Kunkel (Kreuzbandriss) und Philip Deinet (für die ersten beiden Spiele wegen seiner Doppelspielberechtigung gesperrt) verstand es der TVP zwar, den 2:4-Rückstand durch vier Tore in Serie (Dennis Baier 3, Andreas Rastner) in einen knappen Vorsprung umzuwandeln (6:4/16.), doch später dann legte Nieder-Olm seinerseits einen Zahn zu, und zog - begünstigt durch mehrere Gäste-Zeitstrafen - vor allem mittels Tempogegenstößen über die Stationen 7:9 (23.) und 9:11 (25.) auf 9:13 davon. Rastners Volltreffer zum 10:13-Pausenstand beantwortete Nieder-Olm gleich zu Beginn der zweiten 30 Minuten mit zwei weiteren Treffern - 10:15.
Die Vorentscheidung? Keineswegs, denn postwendend verkürzten Andrej Shimonjenko, Heiko Trinczek und erneut Andreas Rastner bis zur 35. Minute auf 13:15, während Björn Ehmer und Jörn Olbrich den Rückstand noch weiter zu reduzieren verstanden (16:17/44.).
Rastners Hattrick binnen vier Minuten (48. bis 51.) bedeutete den 20:20-Gleichstand, und auch sechs Minuten vor dem Ende war angesichts der Treffer von Shimonjenko und Olbrich, die den erneuten Zwei-Tore-Rückstand (20:22) egalisierten, noch lange nicht raus, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Aus Petterweiler Sicht bedauerlich: In den Schlussminuten blieb es stets den Gastgebern vorbehalten, ein Tor vorzulegen. Andreas Rastner, Dennis Baier und zwei Mal Andrej Shimonjenko bewahrten jedoch kühlen Kopf, glichen immer wieder aus un zeichneten somit dafür verantwortlich, dass Petterweils Trainer-Duo Gebhard Fink und Thomas Jäth ein Saison-Fehlstart erspart blieb.
TV Nieder-Olm: Möbus, Radewald; Walch (1) Bätz (4), Kundel (1), Pfaff (1), Caprano (2), Herberg (3), Konrad (2), Stumps (2), Ickenroth (1) Truth (3), Hangen (6/5).
TV Petterweil: Martin Malik, David Reiman: Oliver Malkmus; Jörn Olbrich (2), Dirk Pezold (1), Andreas Rastner (9/1), Björn Ehmer (1),
Andrej Shimonjenko (5/1), Heiko Trinczek (2), Dennis Baier (6/1), Oliver Adamski, Felix Schneider
Schiedsrichter: Collet/Gill (HV Saarland)
Zeitstrafen: Nieder-Olm 4 TVP 8
Rote Karte: Pezold (42. - dritte Zeitstrafe)
Siebenmeter: Nieder-Olm 5/5 - TVP 6/3
Zuschauer: 350.
Wetterauer Zeitung vom Montag, 19. September 2005
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